Vier Webinare: ERFOLG (24. Juli 2026)

Was ist Erfolg? - Da gings heiß her!


Und von der KI (Grok) ergänzt:


Wann entstand das moderne Konzept von „Erfolg“?

Das moderne Verständnis von „Erfolg“ als persönliche Leistung, Karriereaufstieg, Reichtum und individuelle Selbstverwirklichung ist relativ jung.

Etymologie: Das Wort kommt vom Lateinischen successus („Nachfolge, günstiger Ausgang“) von succedere („nachfolgen, emporsteigen“). Es taucht im Englischen ab ca. 1530er Jahren auf, zunächst noch neutral als „Ergebnis/Ausgang“. 

Im 16. Jahrhundert (Renaissance/Humanismus) gewinnt es an Häufigkeit. Der Fokus verschiebt sich langsam vom göttlichen Segen hin zur menschlichen Leistung.

17.–18. Jahrhundert (Aufklärung, Protestantische Ethik, Frühkapitalismus): Erfolg wird stärker mit Fleiß, Disziplin und wirtschaftlichem Aufstieg verbunden (z. B. bei Calvinisten/Puritanern: „göttlicher Segen durch harte Arbeit“).

19. Jahrhundert (Industrielle Revolution): Der heutige säkulare Begriff entsteht richtig – Erfolg als individueller Aufstieg, Reichtum, Status und „self-made man“. Ab ca. 1870 wird „success“ stark mit finanziellem Wohlstand gleichgesetzt.


Fazit: Das biblische „Erfolg“-Konzept (tsalach / euodoō) ist gottbezogen und auftragsorientiert (du hast Erfolg, wenn du Gottes Weg gehst). Das moderne Konzept ist anthropozentrisch und leistungsorientiert (du bist erfolgreich, wenn du deine Ziele erreichst und gesellschaftlich anerkannt wirst). Das ist ein großer kultureller Wandel seit der Renaissance/Aufklärung.


Welche Original-Begriffe stehen in der Bibel für „Erfolg/Gelingen“?

Altes Testament (Hebräisch/Aramäisch)

Das häufigste und wichtigste Wort ist צָלַח (tsalach oder ṣālaḥ / hatzlachah als Nomen).  Bedeutung: vorwärtsdrängen, vorankommen, gelingen, prosperieren, Erfolg haben, durchbrechen.  
Es geht nicht primär um finanziellen oder weltlichen „Erfolg“, sondern um göttlich begleitetes Vorankommen (oft: „der HERR ließ es ihm gelingen“).  
Beispiele: Josua 1,8; 1. Samuel 18,5+14 (David); Psalm 1,3; Genesis 39,2+23 (Josef).
Es kommt ca. 65 Mal im Tanach vor. 

Weitere hebräische Begriffe, die manchmal mit „Erfolg“ übersetzt werden:

שָׂכַל (sakal) → klug handeln, Einsicht haben, erfolgreich sein.
יָשַׁר (yashar) oder Wendungen mit „guter Weg“.
Im Aramäischen (Daniel) ähnliche Konstruktionen.

Neues Testament (Griechisch)

Das wichtigste Wort ist εὐοδόω (euodoō).  Bedeutung: einen guten Weg haben, vorankommen, prosperieren, Erfolg haben (wörtlich: „gut reisen / gut geführt werden“).  
Es betont fast immer, dass Gott den Erfolg schenkt (z. B. Römer 1,10; 3. Johannes 2). 

Andere griechische Ausdrücke im Kontext von Gelingen:

κατορθόω (katorthoō) → etwas richtig/stellend machen, Erfolg haben.
Umschreibungen mit τέλος (telos = Ziel, Vollendung) oder Ernte-/Frucht-Bilder (z. B. im Gleichnis von den Talenten).

Zusammengefasst: Die Bibel kennt keinen neutralen, säkularen „Erfolg“-Begriff wie heute. Erfolg ist fast immer relational und theozentrisch – er hängt davon ab, ob Gott mit jemandem ist und ob man in seinem Willen bleibt.



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